Prüfungsanfechtung

Voraussetzungen und Verfahren einer Prüfungsanfechtung.


Prüfungsanfechtung bundesweit

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Prüfungsanfechtung

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Die während einer Ausbildung abzulegenden Prüfungen (schriftlich wie mündlich) sollen Nachweis über die erworbenen Fähigkeiten eines Prüflings geben. Werden diese Prüfungen bewertet, so stellen diese Bewertungen durch staatliche Hochschulen oder Prüfungsbehörden Verwaltungsakte dar. Gegen diese kann der Prüfling Widerspruch einlegen, wenn der begründete Verdacht besteht, dass diese Bewertung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Hierbei spielen Bewertungs- und Verfahrensfehler eine große Rolle.

Jede staatliche Prüfung ist überprüfbar

Sinn und Zweck einer Prüfungsanfechtung ist, die Bewertung zu überprüfen und in den meisten Fällen die Prüfer zu einem Überdenken der eigenen Bewertung zu bewegen. Es können Bewertungen von allen Vorprüfungen, Zwischenprüfungen und Abschlussprüfungen angefochten werden, die vom Staat und anderen Trägern hoheitlicher Gewalt (Universitäten/Hochschulen, Industrie- und Handelskammern, Steuerberaterkammern, u.ä.) durchgeführt werden. Dies geschieht durch Einlegung eines Widerspruchs und, im Falle einer Ablehnung, durch Einreichung einer Klage. Die rechtliche Grundlage hierfür gibt das Prüfungsrecht. Beispielhaft seien hier genannt:

  • Staatsexamen (wie Rechtswissenschaft, Human-/Tiermedizin, Pharmazie, Studiengänge auf Lehramt)
  • Steuerberaterprüfung
  • Bachelor/Master-Studiengänge
  • Diplom- und Magisterprüfungen jeglicher Art (wie Psychologie, Sportwissenschaften, BWL, VWL)
  • Meisterprüfungen / IHK-Prüfungen
  • Promotionen
  • Abiturprüfungen, aber auch einzelne Klausuren / Gymnasium, Realschule etc.

Sollte Ihnen die Einordnung Ihrer streitgegenständlichen Prüfung nicht möglich sein, so können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

Wandel in der Rechtsprechung

Das Prüfungsrecht ist ein relativ junges Recht und hat im Laufe der letzten Jahrzehnte einen stetigen Wandel erfahren.

Die Rechtsprechung hat zum Prüfungsrecht und zur Prüfungsanfechtung im Laufe der Jahre verschiedene Grundsätze entwickelt, die generell für alle Prüfungen aus allen Ausbildungsbereichen gelten. Mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 17. April 1991 (1 BvR 419/81, 213/83 = BVerfGE 84, 34) wurde das Prüfungsrecht entscheidend reformiert.

Danach gilt der Grundsatz, dass eine vertretbare und mit gewichtigen Argumenten folgerichtig begründete Lösung nicht als falsch bewertet werden darf. Eine Prüfungsleistung darf daher nicht allein deshalb als falsch gewertet werden, weil sie von der Musterlösung abweicht.

Verfahrens- und Bewertungsfehler

Entscheidend für eine erfolgreiche Prüfungsanfechtung ist die Frage, ob bei der abgelegten Prüfung Verfahrens- oder Bewertungsfehler auszumachen sind.

Verfahrensfehler sind in der Prüfungspraxis vielfältig und nicht abschließend darstellbar. Beispielhaft seien an dieser Stelle genannt:

  • Verlust einer Prüfungsleistung
  • Baulärm innerhalb oder außerhalb des Prüfungsgebäudes
  • das Überschreiten der Prüfungszeit
  • Befangenheit einzelner Prüfer
  • hohe Temperaturen im Prüfungssaal
  • Sachverhaltsüberschreitung
  • unklare Aufgabenstellung
  • Berechnungsfehler

Bewertungsfehler bilden das zweite Feld der Überprüfbarkeit von Prüfungsleistungen.

Eine Bewertung unterliegt bestimmten rechtlichen Vorgaben, bei deren Missachtung ein Bewertungsfehler vorliegt. Zu diesen Vorgaben gehören unter anderem:

  • Antwortspielraum:

Der Antwortspielraum des Prüflings steht dem Bewertungsspielraum des Prüfers entgegen. Antwortspielraum bedeutet, dass Prüfungsaufgaben und die daraus aufgeworfenen Fragen nicht nur eine Lösung nach sich ziehen müssen. Es gibt häufig genug mehrere Lösungsansätze. Wenn der Prüfling eine andere Ansicht mit gewichtigen Argumenten folgerichtig vertritt und der Prüfer diese als falsch oder nicht vertretbar bewertet, liegt ein Bewertungsfehler vor und die rechtlichen Bewertungsgrundsätze sind verletzt.

  • Gebot der Sachlichkeit:

Eine unsachliche Bewertung liegt immer dann vor, wenn der Prüfer in seiner Bewertung (Votum oder Randbemerkungen) polemisiert oder den Prüfling schmäht (“von allen guten Geistern verlassen”, “Blödsinn”, etc.). Allerdings ist hier genau auf den Wortlaut zu schauen und auch der Zusammenhang entscheidend.

  • Willkürverbot und sachfremde Erwägungen:

Willkürlich bewertet ein Prüfer, wenn er die äußere Form einer Prüfungsleistung überbewertet und nur aus diesem Grund die Prüfungsleistung als “mangelhaft” einstuft. Sachfremde Erwägungen liegen z.B. vor, wenn religiöse oder parteipolitische Gesichtspunkte in die Bewertung einfließen.

Kontakt

Bei einer Prüfungsanfechtung ist es wichtig, dass Sie im Vorfeld einen objektiven Dritten bei der Überprüfung der Bewertung zu Rate ziehen. Unmittelbar betroffen fällt es schwer, bei der Begutachtung seiner Prüfungsleistung objektiv zu bleiben. Wir versuchen Ihnen eine ralistische Einschätzung Ihrer Prüfungsleistung zu geben, die Sie dann als Grundlage für eine Prüfungsanfechtung nutzen können.

Bei der Überprüfung Ihrer Prüfung auf Bewertung- oder Verfahrensfehler stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Wir beraten und vertreten Sie, wenn Sie mit dem Gedanken spielen eine Prüfung anzufechten.

  • Vielzahl von durchgeführen Prüfungsanfechtungen
  • genaue Kenntnis der Rechtsprechung
  • bundesweite Vertretung
  • studienfachunabhängig

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