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Aktuelle und interessante Urteile aus dem Prüfungsrecht und Bildungsrecht.

Urteile zum Prüfungsrecht

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Juraexamen – zweimal durchgefallen. Zwei Chancen bleiben…

Dienstag, 14. Juli 2009

Wer letztmalig das juristische Staatsexamen nicht besteht, hat durchaus noch Möglichkeiten erfolgreich sein Studium oder Referendariat abzuschließen. Es gibt zwei mögliche Instrumente dieses zu erreichen. Zunächst sollte ein Widerspruch gegen die Prüfungsbewertung geprüft werden (Prüfungsanfechtung). Danach sollte die Möglichkeit eines Härtefallantrages in Betracht gezogen werden (3. Versuch). Dieser Artikel ist dem Härtefallantrag gewidmet. Für Fragen zur Prüfungsanfechtung, lesen Sie bitte hier weiter, -> Prüfungsachfechtung.562989_school

Viele Prüflinge kennen die Möglichkeit des 3. Versuchs. Einige Bundesländer, wie z.B. Berlin, haben diesen 3. Versuch normiert. Da heißt es in §17 JAG Berlin zum Zweiten Staatsexamen:

§17 JAG Berlin
Wer die zweite juristische Staatsprüfung nicht bestanden hat, kann sie einmal wiederholen. Auf Antrag kann in besonderen Ausnahmefällen eine zweite Wiederholung gestattet werden, wenn eine hinreichende Aussicht auf Erfolg besteht. Eine erneute Aufnahme in den Vorbereitungsdienst findet nicht statt.

Diese Regelung gilt für das Zweite Staatsexamen in Berlin. Beim Ersten Staatsexamen gibt es regelmäßig keinen 3. Versuch. Einfacher Grund ist, dass die Prüfungsämter Freischüsslern nicht insgesamt 4 Versuche zubilligen wollen. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten für einen dritten Versuch.

Härtefälle sind im allgemeinen Situationen, die eine ausreichende Vorbereitung auf die Prüfung nicht zulassen. Der Prüfling ist nicht in der Lage seine tatsächliche Prüfungsleistung darzustellen. Solche Situationen können auch während der eigentlichen Prüfung eintreten. Man muss allerdings als Prüfling auf diesen Zustand hinweisen. Tut man das nicht unverzüglich, so kann man sich darauf nicht mehr berufen. In diesen Fällen bleibt dann nur noch die sog. unerkannte Prüfungsunfähigkeit, die sowohl für das Erste als auch für das Zweite Staatsexamen zu begründen ist. Um es klarzustellen: Es muss natürlich ein solcher Härtefall tatsächlich vorliegen. Häufig erkennen Prüflinge aber nicht, dass ein Härtefall bei Ihnen gegeben ist.

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