Honorar

Eine Übersicht über das anwaltliche Honorar.

Honorar

Wenn Sie sich für die Beratung oder Vertretung durch uns entscheiden, so sind die entstehenden Kosten sicherlich ein Bestandteil Ihrer Entscheidung.

Eine vollumfängliche Darstellung der Kosten für jeden Einzelfall ist kaum möglich (außer bei den Kosten einer Prüfungsanfechtung -> | Kosten eines Härtefallantrages ->). Dennoch sollen die nachfolgenden Informationen aufzeigen, wie sich das anwaltliche Honorar zusammensetzen kann. Bitte beachten Sie dabei, dass wir laufend ein gewisses Kontingent an Ratenzahlungen zur Verfügung stellen, um die etwaigen Kosten einer Beratung oder Vetretung abzufedern. Ganz wichtig ist dabei, dass Sie uns im Vorfeld einer Mandatierung auf diese Möglichkeit ansprechen.

1. Erstberatung

Zunächst sei festgestellt, dass eine allgemeine telefonische Auskunft oder eine E-Mail zur Kontaktaufnahme mit kurzer Darstellung Ihres Anliegens stets kostenlos ist und wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme freuen. Allerdings kann es bei diesen Anfragen nur um generelle Fragen (z.B. zur Kontaktaufnahme, Honorar- oder Terminanfrage o.ä.) gehen. Eine endgültige rechtliche Einschätzung ist auf diese Weise nicht möglich.

Uns erreichen täglich eine Vielzahl an E-Mails und Anrufen mit zum Teil sehr detaillierten Problemstellungen und entsprechend genauen Anfragen zu Erfolgsaussichten und etwaigen Vorgehen. Es ist unser Ziel Ihnen zu helfen und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. So verstehen wir diese Aufgabe und möchten sie auch in diesem Sinne anbieten. Daher erreichen Sie uns auch persönlich, wenn Sie in der Kanzlei anrufen. Die Auskunftserteilung kann aber natürlich nur in einem angemessenen Rahmen erfolgen. Als Rechtsanwalt im Bildungs- und Prüfungsrecht bieten wir eine Dienstleistung an, bei der die Zeit eine unerbitterliche Konstante darstellt. Insofern hat die Zeit für uns und unsere Mandanten einen bestimmten Wert. Das erlaubt uns leider für Anfragen ohne Mandatsverhältnis nur ein gewisses Zeitkontingent zur Verfügung zu stellen. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir rechtliche Ersteinschätzungen auch berechnen müssen. Das gilt natürlich nur für die Fälle, aus denen kein Mandat entsteht. Für eine Erstberatung können wir nach dem RVG (Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte) eine Erstberatungsgebühr je nach Aufwand und Zeit bis zu 190 Euro zzgl. MwSt. berechnen.
Führt die Erstberatung in ein entsprechendes Mandatsverhältnis, werden die Kosten der Erstberatung in voller Höhe auf die nachfolgende Tätigkeit angerechnet.

2. Außergerichtliche Beratung

Die außergerichtliche Beratung lässt sich regelmäßig entweder aufgrund einer Honorarvereinbarung oder auf Grundlage des RVG (Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte) berechnen.

a) Honorarvereinbarung

In der Regel schließen wir mit unseren Mandanten eine Honorarvereinbarung ab. Der Grund hierfür ist, dass z.B. Prüfungsanfechtungen einen erheblichen Arbeitsaufwand verursachen. Es wäre für uns nicht möglich mit voller Kraft für eine Sache zu kämpfen, wenn der zu erwartende Arbeitsaufwand in keinem realistischen Verhältnis zum Honorar steht. Das wäre nicht in Ihrem und nicht in unserem Interesse, da wir uns stets die erforderliche Zeit nehmen wollen, um unseren Mandanten mit dem erarbeiteten Spezialwissen und der notwendigen Erfahrung zur Seite zu stehen. Bei der Honorarvereinbarung bieten sich dann wiederum zwei Möglichkeiten an.

Zum einen kann ein Pauschalhonorar vereinbart werden. Das bietet sich bei Streitsachen an, die sich hinsichtlich des Aufwands klar eingrenzen lassen. Zu nennen sind hier beispielhaft Prüfungsanfechtungen von juristischen Prüfungen und Härtefallanträge. Ein klarer Vorteil dieser Pauschalvereinbarung für den Mandanten ist, dass die Kosten feststehen und er sich auf die Höhe der Kosten verlassen kann. Wir berechnen in diesem Sinne auch keine versteckten Kosten oder verhandeln diese Pauschalvereinbarung nach. Wenn die Beratung oder Vertretung Ihrer Interessen dann aufwendiger ist als eingeschätzt, müssen Sie sich hinsichtlich der Kosten keine Sorgen machen. Andersherum ist es für uns ein Ansporn mit dem nötigen Druck und der erforderlichen Präzision Ihre Sache voranzutreiben.

Zum anderen können wir die außergerichtliche Beratung und Vertretung auch nach einem Stundenhonorar abrechnen. Dies bietet sich in den Fällen an, in denen der zu erwartende Aufwand nicht abzuschätzen ist. Grundsätzlich bewegt sich unser Stundenhonorar in Abhängigkeit des Schwierigkeitsgrades und der Bedeutung des Vorgang zwischen 210 und 250 Euro zzgl. MwSt. In der Regel versuchen wir immer dem Mandenten entegegenzukommen.

b) RVG

Sollte über die Beratung keine Verständigung oder Vereinbarung getroffen worden sein, so berechnen sich die Kosten einer Beratung regelmäßig nach dem RVG. Die Berechnung der Kosten erfolgt nach dem Gegenstandswert. Da im Bildungsrecht (z.B. bei einer Prüfungsanfechtung) selten ein genauer Wert eines Streits zu beziffern ist, wird zur Berechnung entweder der Auffanggegenstandswert von 5.000 Euro als Bemessungsgrundlage herangezogen oder ein nach der Rechtssprechung entwickelter Gegenstandswert festzusetzen sein (7.500 – 15.000 Euro). Folgende Kosten würden auf Grundlage eines Gegenstandswerts von 5.000 Euro entstehen:

  • 1, 3 Geschäftsgebühr, §§ 2, 13, 14 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG | 391,30 Euro
  • Post- und Telekommunikationspauschale Nr. 7002 VV RVG | 20,00 Euro
  • Rechtsanwaltsvergütung (netto) | 411,30 Euro
  • 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG | 78,15 Euro
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    Rechtsanwaltsvergütung – inkl. MwSt – 489,45 €

Bei einem Gegenstandswert von 7.500 Euro belaufen sich die Kosten auf 661,16 Euro inkl. MwSt. und bei 15.000 Euro auf 899,40 Euro inkl. MwSt.
In den Fällen einer außergerichtlichen Beratung oder Vertretung kann es im Verlauf des Verfahrens zu einer Einigung mit dem Gegner kommen, die dann ebenfalls Kosten nach dem RVG auslösen würde (1,5 Einigungsgebühr und damit etwas höher als die Geschäftsgebühr).

3. Gerichtliche Vertretung

Wenn wir Sie gerichtlich vertreten, werden die Kosten in der Regel ebenfalls nach dem RVG berechnet. Aufgrund der vielfältigen Kostenkonstellationen, sprechen Sie uns bitte an, damit wir Ihnen das mögliche Prozesskostenrisiko individuell aufzeigen können.

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