Tag-Archiv

Leistungsbeurteilung im Zweiten Juristischen Staatsexamen

Bei der Entscheidung, ob und in welchem Umfang beim Zweiten Juristischen Staatsexamen von dem rechnerisch ermittelten Wert der Gesamtnote abgewichen werden soll, ist es erforderlich, dass sich der Prüfungsausschuss einen Gesamteindruck über den Leistungsstand des Prüflings verschafft. Hierbei hat er auch die Leistungen im Vorbereitungsdienst zu berücksichtigen.

OVG Münster, Urteil vom 9. 1. 2008 14 A 3658/06

Mitwirkungspflicht des Prüflings bei Geltendmachung von Beeinträchtigungen des Prüfungsablaufs

Der Grundsatz der Chancengleichheit steht einer prüfungsrechtlichen Regelung nicht entgegen, die vom Prüfling bei einer mehrstündigen schriftlichen Prüfung verlangt, Beeinträchtigungen des Prüfungsablaufs – hier durch Lärmstörungen – gegenüber den Aufsichtsführenden unverzüglich geltend zu machen, und die an die Verletzung dieser Obliegenheit die Rechtsfolge knüpft, daß die Beeinträchtigungen unbeachtlich sind.

BVerwG, Urteil vom 17.02.1984 – 7 C 67/82 (Mannheim)

Bestehensgrenze bei Multiple-Choice-Prüfung

Wird eine Erfolgskontrolle in einer Unterrichtsveranstaltung mit Leistungsnachweis im Ersten Abschnitt des Medizinstudiums, deren regelmäßiger und erfolgreicher Besuch bei der Meldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nachzuweisen ist, schriftlich im Antwort-Wahl-Verfahren durchgeführt, so sind ungeachtet der Tatsache, dass insofern keine Hochschulprüfung in Rede steht, die vom Bundesverfassungsgericht (Beschluss vom 14. März 1989, BVerfGE 80, 1) herausgestellten Grundsätze zu beachten. Danach ist namentlich die Festlegung einer absoluten Bestehensgrenze nicht zulässig.

OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 19.01.2009 – 10 B 11244/08.OVG –

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Prüfungsrecht, Prüfungsanfechtung und Studienplatzklage bundesweit
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