Tag-Archiv

Anfechtung von Prüfungen, zu denen kein Prüfungsbescheid ergeht – VG Bautzen: 4 E 31/01

Soweit kein gesonderter Prüfungsbescheid erlassen wird, können Ansprüche auf erneute Bewertung von Prüfungsleistungen und erneute Teilnahme an Prüfungen durch Anfechtung des Exmatrikulationsbescheids geltend gemacht werden, der auf das endgültige Nichtbestehen einer Hochschulprüfung gestützt ist.

OVG Bautzen: Beschluss vom 11.06.2001 – 4 E 31/01

Überdenken der Bewertung einer Prüfungsleistung

Geben Prüfer im einstweiligen Anordnungsverfahren zu erkennen, dass sie zu einem Überdenken ihrer Bewertung der in einer Prüfung erbrachten Leistung nicht bereit sind, kann es zur Abwendung wesentlicher Nachteile geboten sein, eine Wiederholung der Prüfung anzuordnen.

OVG Bremen, Beschluss vom 24. 6. 2009 – 2 B 118/09

Vorläufige Zulassung zur mündlichen Prüfung im 2. juristischen Staatsexamen — VG Schwerin – 7 B 859/00

1. Zu den Voraussetzungen einer vorläufigen Zulassung zur Wiederholungsklausur und zur mündlichen Prüfung im 2. Juristischen Staatsexamen.

2. Zu den Anforderungen an die Begründungspflicht des Zweitkorrektors bei einer abweichenden Bewertung im offenen Korrekturverfahren (Divergenznote), die zum Nichtbestehen der Klausur führt.

3. Zur Kompensation von Störungen im Prüfungsablauf durch Gewährung angemessener Schreibzeitverlängerung und zur Erheblichkeit des Verfahrensfehlers bei Nichtgewährung trotz entsprechender Störungsrüge.

VG Schwerin, Beschluß vom 17. 11. 2000 – 7 B 859/00

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Begründung der Bewertung einer mündlichen Prüfung

1. Die Bewertung einer berufsbezogenen mündlichen Prüfung erfordert eine Begründung durch die Prüfer.

2. Bei mündlicher Bekanntgabe der Prüfungsnote am Prüfungstage reicht eine zugleich gegebene Bewertungsbegründung in mündlicher Form aus. In allen anderen Fällen muß die Begründung schriftlich erfolgen.

3. Hinsichtlich des Inhalts der Bewertungsbegründung bei einer mündlichen Prüfung ist im Grundsatz von den Anforderungen auszugehen, die an die Bewertungsbegründung bei einer schriftlichen Prüfung zu stellen sind. Allerdings dürfen die Prüfer bei einer mündlichen Bewertungsbegründung auch etwa auf den gesamten Prüfungsablauf, Kommentierungen oder sonstige Rückmeldungen während der Prüfung oder dem Prüfling gegebene Hilfen sowie ähnliche für die Bewertung bedeutsame und in der Prüfung offenbar gewordene Umstände Bezug nehmen.

OVG Münster, Urteil vom 10.05.1995 – 22 A 3876/93

Prüfungsrecht, Prüfungsanfechtung und Studienplatzklage bundesweit
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